Windkraft & Gesundheit


Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sichert in §2 Absatz 2 jedem das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu.

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz schreibt in den sogenannten Grundpflichten des §5 vor, dass immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen, zu denen die Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 50m zählen, so zu errichten und zu betreiben sind, dass schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft nicht hervorgerufen werden können.

Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur...

Indianisches Sprichwort


 

Wie wird die Gesundheit des Menschen durch Windkraftanlagen beeinträchtigt?

In erster Linie durch:

         

          -  Schlagschatten

          -  Lärm

          -  Infraschall

 

Abgesehen von den speziellen Auswirkungen der einzelnen Emissionen erleben die Betroffenen insgesamt einen Verlust der persönlichen Selbstbestimmung. Sie fühlen sich hilflos, ausgeliefert und in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. 

 

Schlagschatten

Schlagschatten führt zu Stress mit den bekannten Begleit- und Folgeerscheinungen. Es ist nachgewiesen, dass durch den periodisch auftretenden Schattenwurf erhöhte Anforderungen an die psychischen und physischen Ressourcen gestellt werden.

Die allgemeine Leistungsfähigkeit nimmt ab – nicht nur während der Zeit der Schattenwürfe, sondern auch noch darüber hinaus. Mit zunehmendem Alter dauern die Nacheffekte immer länger.

Die derzeit geltenden Regeln gehen von einer erheblichen Belästigung im Sinne des Immissionsschutzgesetzes bei einer Dauer von mehr als 30 Minuten am Tag und mehr als 30 Stunden pro Jahr aus.

 

Lärm

Lärm ist zum einen ein physikalischer Reiz (messbar in dB) und zum anderen ein individuelles Erlebnis. Seine Wirkung auf den Menschen hat eine objektive Komponente (die messbaren Eigenschaften des Geräusches) und eine subjektive Komponente (wie das Geräusch vom Empfänger bewertet/erlebt wird). Zudem ist es ein Unterschied, ob es sich um ein gleichmäßiges Geräusch oder um periodischen, impulshaltigen Lärm wie z.B. bei Windkraftanlagen handelt. Ein periodisch auftretendes Geräusch hat eine erhöhte Stresswirkung.

Ein Beispiel:  ein tropfender Wasserhahn liegt weit unter den Richtwerten der TA Lärm, ist aber über einen längeren Zeitraum eine unzumutbare Belästigung. 

Für die Auswirkungen des Lärms ist nicht nur die Höhe der gemessenen Mittelwerte entscheidend, sondern das Zusammenspiel aller genannten Komponenten. So kann es sein, dass auch Lärm, der unterhalb der erlaubten Richtwerte liegt, Gesundheitsstörungen hervorruft.

Folgende Beschwerden / Befunde / Erkrankungen können durch chronischen Lärmstress verursacht oder begünstigt werden:

 

          -  Schlafstörungen

          -  Leistungsabfall

          -  Konzentrationsmangel

          -  Nervosität, Gereizheit

          -  Bluthochdruck

          -  Erhöhtes Risiko für Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen am Herzen)

          -  Magen-Darm-Störungen

          -  Störungen des Immunsystems

          -  Migräneanfälligkeit

          -  Erhöhte Cholesterinwerte

 

Die Gefahr, durch Lärm zu erkranken, wird mit zunehmendem Lebensalter immer größer. 

 

Infraschall

Hörbarer Schall                     16 - 20 Hz  bis  20.000 Hz

Tieffrequenter Schall            20 Hz  bis  200 Hz

Infraschall                              unter 20 Hz

Infraschall ist zwar unhörbar, wird aber nachweislich dennoch wahrgenommen. Viele Körperorgane (Gehirn, Gleichgewichtsorgan, Herz, usw.) liegen auf der "gleichen Wellenlänge" wie der Infraschall und werden durch von außen auftreffende Infraschallwellen in Schwingung versetzt. So können folgende Beschwerden ausgelöst werden, wobei nicht jeder Mensch gleich empfindlich ist:

 

          -  Schlafstörungen

          -  Tagesmüdigkeit, Leistungseinbußen

          -  Konzentrationsstörungen

          -  Lernschwierigkeiten bei Kindern

          -  Schwindel, Gleichgewichtsstörungen

          -  Tinnitus

          -  Kopfschmerzen

          -  Sehstörungen

          -  Funktionsstörungen am Herzen

          -  hoher Blutdruck

          -  Übelkeit, Magen-Darm-Störungen

          -  Reizbarkeit, innere Unruhe

          -  Panikattacken

          -  Depression

 

In weltweit durchgeführten Untersuchungen wurden diese Symptome als Windturbinenkrankheit (Link: Wind-Turbinen-Syndrom) beschrieben.

(Übrigens: Schwangere dürfen laut Arbeitsmedizin nicht in der Nähe von Infraschallquellen arbeiten - aber daneben leben?)

Infraschall  lässt sich durch keine Schutzmaßnahmen bremsen, er nimmt nur langsam mit zunehmendem Abstand zu seinem Ursprungsort ab.

Infraschall ist noch in 10km Abstand von Windenergieanlagen nachweisbar!

Infraschallmessstationen müssen mindestens 20km Abstand haben, damit die Messungen auch bei ungünstigen Wetterlagen nicht gestört werden.

Weiterführende Informationen finden sie auf der Seite Ärzte für Emissionsschutz - www.aefis.de.